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Burnout Hilfe in Bremen und Hamburg, Seminare für Lebenszufriedenheit

Neokontextuelles Coaching

Der Name Neokontextuelle Coaching begründet sich durch die Anwendung zweier komplexer Wissensgebiete in unseren Seminaren.

Menschen leben in Kontexten, also Sinnzusammenhängen, um sich schneller in der Welt orientieren zu können. So wird auf erfahrene Lösungsstrategien schnell zurückgegriffen. Am einfachsten lässt sich dies dadurch verstehen, dass wir uns vorstellen in bestimmten komplexen Bildern zu Leben. Oder noch einfacher, wir starten selber einen bestimmten "Film", der zu einer neuen Erfahrung passt. Der "Film" hat sich in der Vergangenheit als Lösungsstrategie bewährt. Deshalb wird er jetzt wieder gestartet damit wir schneller reagieren können. Dieses schnelle biologische System hat erhebliche Überlebensvorteile.

Aber es hält uns auch in den Grenzen unserer eigenen alten Erfahrungen.

Wir können uns bestimmte Möglichkeiten gar nicht vorstellen, wenn wir sie noch nie erlebt haben. Schon vor vielen 1000 Jahren haben Philosophen dies erkannt. Wir konstruieren uns die Welt in der wir leben in unserem Kopf. Und seit etwa 100 Jahren nutzen Menschen dieses Wissen, um Menschen die sich in ihrer Welt festgefahren haben, und dadurch erkrankt sind zu helfen.

Seit etwa 15 Jahren steht uns ein neues immenses Wissen über die Funktionsweise unseres Gehirns zur Verfügung. Wir wissen nun viel mehr darüber wie wir denken, erfahren und handeln: immer mit dem ganzen Körper. Logische Begründung werden oft erfunden, damit unserer innerer Kommentator recht behält und sich sicher fühlt. Wir arbeiten nicht wirklich logisch linear kausal, sondern eher systemisch zirkulär.

Viele Anteile des Bildes in dem wir leben, und dass das System abbildet, dass unser Gehirn für richtig und sicher hält, bleiben uns üblicherweise verborgen.





Durch die Zusammenführung bewährter konstruktivistischer Methoden mit den Erkenntnissen der neuen Neurowissenschaften entwickelten wir als praktische Anwendung das Neokontextuelle Coaching.

Dieses ausgesprochen hilfreich für persönliche Weiterentwicklung.

Auf der anderen Seite ermöglicht es aber dem Arzt und Therapeuten eine große Klarheit in das System des Patienten, und in das System Arzt Patient zu bringen. Beide sind nämlich oft in einem System verhaftet, indem Gesundheit eben nicht die beste Lösung ist.

Krankheit eines Gesundheitssystems drückt sich zum Beispiel auch darin aus, dass immer mehr Höchstleistungen erbracht werden, auf der anderen Seite aber selbst auf sensiblen Säuglingsstationen nicht genügend Zeit bleibt, um sich die Hände zu desinfizieren.

Linear kausal haben die Schwestern einfach etwas falsch gemacht. Oder der Krankenhausträger hat am falschen Ende gespart.

In der Analyse wird klar, dass im "System deutschen Gesundheitswesen" Gesundheit eben nicht immer die beste Lösung für die Beteiligten ist. Auch für ärzte, die sich selber für ihre Patienten "halb tot" arbeiten, existieren in ihren "inneren Lebensbildern" (oder auch Kontexten) Sinnzusammenhänge, die auch Ihnen Gesundheit nicht als beste Lösung erscheinen lassen. Zum Beispiel: Du bist nur ein guter Arzt wenn Du besonders schwere Krankheiten heilen kannst. Oder wenn Du nur noch gesunde Patienten hast bist Du vielleicht überflüssig.

Bekannt ist der "sekundäre Krankheitsgewinn" für Patienten, die ihr System mit Krankheit stabilisieren.

Monetäres Mangeldenken als großes übergeordnetes Bild führte zu den bekannten Einsparungen. Phantasielosigkeit, d.h. fehlende systemische Kompetenz lies alle Beteiligten ein wirklich mörderisches Spiel weiter spielen. Gesundheit als schöpferischer Wert ist den vielen Protagonisten des Gesundheitssystem samt Kreativität an vielen Stellen verloren gegangen.

Hier kann neokontextuelles Coaching neue Kompetenz im Gesundheitssystem bei den Beteiligten durch Klarheit erschaffen.

Neokontextuelle Intervention als Weg aus der Krankheit

1.1. Grundlagen des neokontextuellen Ansatzes

Der neokontextuelle Ansatz geht davon aus, dass zur Entwicklung einer neuen, funktionaleren Lösung für ein bestehendes Problem zunächst der Kontext, also die „subjektiv hinzugefügte“ Information (z.B. sämtliche Bewertungen) erkannt werden muss.
Genau genommen ist schon die Erkenntnis und Veränderung desselben gemäß der Systemtheorie dann zur Neuorientierung und Lösungsweganpassung ausreichend.
Als dynamischer Prozess wirft dieser Vorgang selbstredend neue Fragen auf, die durch eine Begleitung im Prozess zielführend aufgegriffen werden. Die Betrachtung dieser Prozesse im Rahmen modernster neurobiologischer Erkenntnisse und der abgeleiteten Lerntheorien erlaubt dabei größtmögliche Effizienz seitens der verwendeten emotio-rationalen Techniken als auch der gewählten Zeitabläufe.
Der neokontextuelle Ansatz nutzt dazu bewährte Techniken in Anlehnung z.B. das Sokratische Gespräch und die Gewaltfrei Kommunikation nach Rosenberg.
Im professionellen Umgang mit Menschen z.B. in therapeutischen Situationen kann diese Technik genutzt werden, um die Heilungsressourcen zu aktivieren, die jeder Mensch in sich trägt.
Maßgeblich für die erfolgreiche Anwendung ist dabei

1) die Haltung, dass die vorliegende Problematik=Krankheit auf den bestmöglichen Lösungsansatz zurück zu führen ist, den das System des Patienten zum Zeitpunkt eines (postuliert ) auslösenden Konfliktes zu bieten hatte. und

2) Eine ausreichende Bewusstheit des Therapeuten über die eigene Kontexte seines professionellen Handelns (also seiner Auffassung von Krankheit und seine Intention bei der Berufswahl etc.).

1.2. Format der Anwendung des neokontextuellen Ansatzes:

Obwohl das Einzelgespräch eine durchaus gangbare Vermittlung der Inhalte ermöglicht, ist ein sogenanntes „Training“, also ein zumeist mehrtägiges Gruppenseminar nach den vorliegenden Erfahrungen darüber hinaus wirksam.

Im Detail besteht ein Training aus einem 2 ½ - 5 tägigen Ganztageskurs. Das Teilnehmeralter beträgt 18 – beliebig, auch jüngere Teilnehmer können nach Rücksprache mit den erziehungsberechtigen unter bestimmten Voraussetzungen teilnehmen. ist Die regelmäßige Gruppengröße beträgt 15-40 Teilnehmer bei 2 Trainern und 1-2 Assistenten. Das Format erlaubt aber auch durch seine Paarübungen und durch den Einsatz von weiteren 1-2 Assistenten pro 20 TN auch bei größeren Gruppen eine sehr intensive Wirkung.

Grundlegende Voraussetzung ist zur Schaffung eines „geschützter Raumes“ für die Teilnehmer, in dem bestimmte Regeln zur Diskretion und zur Vermeidung von Unterbrechungen zugestimmt oder Alternativen erarbeitet werden.

Für die Trainer ist es notwendig die Gruppen-Zusammensetzung zu beachten. Für Teilnehmer, die z.B. beruflich zusammenarbeiten bedarf es zum persönlichen Schutz des Einzelnen durch eine sensible Begrenzung der Inhalte von Dialogen, die in Gruppen bei denen sich die Teilnehmer vor dem Seminar in keiner beruflichen Beziehung befinden anders behandelt werden können. Empfehlenswert ist unserer Erfahrung nach die gemeinsame Teilnahme von Lebenspartnern und in bestimmten Fällen von Familienmitgliedern. Dies bietet den Vorteil dass ggf. vorliegende Konflikte ausgewogen(er) vorgebracht und moderiert werden können und dass für die weitere Bearbeitung ein gemeinsames „Fundament“ gelegt und gemeinsame Voraussetzungen (z.B. durch Kommunikative Regeln) geschaffen wurden.

Inhalt der Tage sind eine abwechslungsreiche Mischung aus Kurzvorträgen, Dialogen zu den persönlichen Fragen der Teilnehmer (im Sinne des Sokratischen Gespräch, der sog. Mäeutik) und Übungen u.a. zwischen den Teilnehmern. Ergänzt wird das Programm durch aktive Bewegungsübungen, dem Einsatz von Musik und geführten Meditationen. Dieser wichtige Teil der Trainings dient dazu Hirnareale zu aktivieren, die erlebnis- und emotionsbetont sind und damit ein Uminterpretieren und Umlernen entscheidend unterstützen. Diese auf den neurobiologischen erkenntnissen der letzten Jahre beruhenden

Im Detail bietet ein Training auf dieser Basis folgende Vorteile zum Einzelgespräch:

- Zeitdauer und Intensität sind deutlich höher, was den Lerneffekt maßgeblich verstärkt

- die Konstanz und der stufenweise Aufbau ist durch die zeitliche Dichte (ohne die bei Einzelgesprächen normale Unterbrechung von mehreren Tagen) schneller möglich

- die verschiedenen Dialogform, so der Austausch mit den weiteren Teilnehmern in Form von übungen und auch außerhalb des Seminars, führt u.a. durch die dabei oft entstehenden „Matchings“ zu einem Austausch auch nach dem Seminar

- Die indirekte Erfahrung durch das miterleben der Dialoge anderer Teilnehmer führt zu neuen Erkenntnissen über eigene Kontexte

Für das narrative mentoring auf Basis der neokontextuellen Theorie bedeutet dies Krankheit und Gesundheit einerseits systemisch zu betrachten und andererseits Leben als selbstorganisierte Komplexität in beiden die höchstmögliche Kompetenz zuzusprechen.

Betrachtet man die die Regulationsmechanismen eines Individuums als dessen Ressource zur Bewältigung von Herausforderungen und geht man davon aus, dass in den jeweiligen Grenzen zumeist die bestmögliche Regulation er folgt, so kann auch Krankheit als bestmögliche Antwort auf eine Herausforderungen betrachtet werden.

Diese Betrachtungsweise geht über die „psychosomatischer Zusammenhänge“ hinaus, da diese lediglich die Verkettung von angenommen Dysregulationen zwischen psychischer und körperlicher Ebene, aber nicht die initiale Sinnhaftigkeit im Sinne eines Regulationsversuches annehmen.

Postuliert man weiterhin als zentrale Bewertungsinstanz für eine Situation und die Sinnhaftigkeit einer -zunächst psychischen- Regulation auf dieselbe, das limbische System, als dessen Hauptaufgabe ja die emotionale Affektsteuerungen angesehen wird, ergibt sich dass die erlernten Erfahrungen genau diese Ressource darstellen.

Laut Csikszentmihalyi sind dies in der Matrix von Anforderung und Erfahrung ( im Uhrzeiger-sinn): Angst, Erregung, Flow, Kontrolle, Entspannung, Lageweile, Apathie und Sorge.

Unter diesem Betrachtungswinkel kann die Aufdeckung des „ursprünglichen Sinns“, also der Anwendung der individuellen Ressource, die akut oder aber über einen bestimmten Zeitraum hinweg zu der Symptomatik einer Erkrankung geführt hat, ebenso wie das Erleben dieser Situation selbst entscheidend wichtig sein, um eine Umdeutung und damit idealerweise eine Heilung, also die Nutzung einer anderen, in der Gesamtschau funktionelleren Ressource, zu ermöglichen.

Hierzu sind aus systemischen überlegungen zwei Dinge notwendig- 1) der Therapeut sollte der Sinnhaftigkeit der Erkrankung im System des Patienten als individuelle Ressourcennutzung im Rahmen eines Regulationsbestrebens desselben zustimmen können

2) Der Therapeut sollte sich der Auswirkungen auf sein eigenes System und seine eigene Ressourcen möglichst bewusst sein und über Techniken verfügen sich dieses Einflusses klar zu werden.

Beides ist im Rahmen der Anwendung des narrative mentorings bzw. der neokontextuellen Theorie und seiner Techniken möglich.

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